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(c) Foto, Video: Triumph, Vorfelder
(c) Storytelling: Jochen Vorfelder / moto1203


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Triumph hat seinen Bestseller aufgefrischt:

Der Motor der Reiseenduro Tiger 800 ist verfeinert worden, außerdem gibt es jede Menge zusätzliche elektronische Helfer.

Die neuen Möglichkeiten bestätigen allerdings ein altes Problem der Engländer: Mit den intuitiven Useroberflächen haben sie es nicht so. 

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Die Doppelscheinwerfer, der kunstvoll geschwungene Stahlrohrrahmen und das offen liegende Dreizylinderherz - das ist typisch Triumph und sieht einfach gut aus.

Wirkte die Tiger 800 schon zuvor kantig und raubeinig, hat sich dieser Eindruck beim neuen Modell noch positiv verstärkt.

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"Wir wollten die Tiger nicht neu erfinden," sagt Uli Bonsels von Triumph Deutschland, "warum auch, sie verkauft sich seit ihrer Markteinführung 2010 blendend."

Aber nach fast fünf Jahren spürt Triumph den Konkurrenzdruck immer stärker. Fast jeder große Hersteller hat inzwischen eine vergleichbare kleine Reiseenduro mit Offroad-Fähigkeiten im Angebot.

Die Tiger ist Triumphs bestverkauftes Modell weltweit - aber der Absatz stagniert.



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Deshalb sagt Bonsels über den Bestseller auch: "Besser geht immer."

Die Entwickler im britischen Hinckley haben sich in dieser Hinsicht vor allem auf die Technik konzentriert.

Mit 95 PS ist die Leistung des Motors zwar gleich geblieben, doch das 799-Kubik-Triebwerk hat nach Angaben des Herstellers jetzt einen niedrigeren Verbrauch (im Schnitt unter fünf Liter auf 100 Kilometer).

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Viele kleine Modifikationen am Motor verleihen der Tiger das jetzt noch breitere nutzbare Leistungsband: Der Dreizylinder zieht zwischen 2.500 und 10.000 Umdrehungen so robust durch, als ob man bei Starkwind ein Großsegel gesetzt hätte.

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Das gilt für alle vier Modellvarianten der Tiger 800, die Triumph 2015 anbietet: sowohl für die mit Speichenrädern ausgestattete, geländeorientierte XC, als auch für die Soft-Enduro XR mit den Gussrädern.

Beide Modelle sind in einer Standard- und in der weitaus besser ausgestatteten x-Version erhältlich. moto1203 ist in Spanien die Tiger 800 XRx gefahren.

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Außer auf die Motorpflege hat sich Hinckley auf die Elektronik gestürzt; die Maschine wurde dadurch sinnvoll aufgerüstet.

Schon die Basisfahrzeuge können nun mit abschaltbarem ABS und Traktionskontrolle TTC punkten.


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Richtig in die Vollen geht Triumph bei der besseren Ausstattung der x-Modelle, die jeweils 900 Euro teurer, aber diesen Obulus auch wert sind:

Im "Road"-Fahrmodus regeln ABS und Traktionskontrolle für den Straßenbetrieb; im "Offroad"-Status ist das Hinterrad-ABS deaktiviert und am Vorderrad defensiv; die Traktionskontrolle regelt spät und lässt Drifts zu.

Im "Rider"-Modus schließlich können ABS- und TTC-Einstellungen mit vier verschiedenen Einstellungen (Straße, Regen, Sport, Offroad) frei kombiniert werden.


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Das Problem mit diesem elektronischen Füllhorn: Triumph steht auch 2015 mit Schalterdesign und Menüführung noch auf Kriegsfuß.

Die Folge: Bevor man den ersten Gang einlegt, sollte man einen Grundkurs "Klicken im Dunkeln für Fortgeschrittene" absolviert haben.

Doch wenn es dann einmal rollt, funktionieren Fahrmodi und Fahrzeug bestens.

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Die Tiger XRx ist in Fahrt eines der seltenen Fahrzeug, auf denen man sich sofort heimisch fühlt:

absolut gutmütiges Fahrwerk, kein Aufstellmoment beim harten Bremsen. Keine spürbare Nervosität bei schnellen Manövern. Federung und Bremsen sind ohne Fehl und Tadel.

Auch der Platz hinterm Lenker passt. Die Sitzbank ist zweifach verstellbar, die Sitzposition entspannt und auf lange Distanzen ausgelegt.

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Mit der Tiger 800 XRc will Triumph das tourenorientierte Publikum ansprechen, deshalb ist die Ausstattung voluminös: Tempomat, zweite Steckdose, Hauptständer und selbstrückstellende Blinker sind schon an Bord.

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Für die Fernreise zukaufen kann man zum Beispiel ein Topcase, ein stabiles Kofferset und eine Griffheizung.

Im Zubehörkatalog finden sich über vier Dutzend Artikel; damit verdient sich Triumph ein gutes Zubrot.

Es sei den Engländern vergönnt, denn mit 10.890 Euro ist die Tiger 800 XRc vergleichsweise preisgünstig.

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Triumph liefert die Tiger 800 XRx in Crystal White, Phantom Black und Caspian Blue.

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Und wer sind nun jetzt die Konkurrenten?

Uli Bonsels von Triumph Deutschland

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Was haben wir geunkt vor fast fünf Jahren: Die Tiger sei doch nur die peinliche Kopie der kleinen 800er GS-Enduro von BMW, damit käme Triumph nicht weit.

Alles falsch. Die erste Tiger war schon gut, die neue 800er Jahrgang 2015 ist noch besser.

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Fahrzeug:
Hersteller: Triumph
Typ: Tiger 800XRx 
Motor: Dreizylinder-Viertaktmotor
Getriebe: Sechsganggetriebe
Hubraum: 799 ccm
Leistung: 95 PS (70 kW)
Drehmoment: 799 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h 
Gewicht: 216 kg
Preis: 10.890 EUR


Ausrüstung:
Anzug:  
VANUCCI VENTUS IV
Stiefel: DAYTONA M-STAR GTX
Helm:   X-LITE X-551 ADVENTURE

Stand: Jan. 15


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