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Los geht's

KTM Freeride E-SM

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(c) Storytelling: Jochen Vorfelder
(c) Fotos:  Sebas Romero / KTM
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Wer ein vernünftiges Pendlerfahrzeug für sein ökologisches Gewissen sucht, soll bitte einen Elektroroller fahren.


Allen anderen sei die KTM Freeride E-SM ans Herz gelegt: Mehr Freude am Fahren war selten.

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Ein Skater-Park irgendwo in Barcelona, ghettomäßig unter eine Schnellstraßenbrücke gelegt, voll mit lauten Tags katalanischer Graffiti-Crews.

Die Vorstellung ihrer Freeride E-SM haben die KTM-Jungs und Mädels ziemlich perfekt inszeniert: jung, bunt, leichtfüßig.

Seht her, das ist das Fahrzeug für den Urban Jungle. Läuft.

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„Wir bleiben bei unseren Genen, die uns groß gemacht haben,“ sagt Joachim Sauer, Produktmanager Offroad bei KTM im österreichischen Mattighofen. Er ist seit einigen Jahren auch verantwortlich für den Entwicklungsbereich Elektromobilität. „Deshalb ist die Freeride E-SM auch kein vernunftgetriebenes Allzweckfahrzeug, sondern wie alle KTMs ein ausgewiesenes Spaß- und Sportgerät.“

Mit dieser Fokussierung und dem Claim „Ready to Race“ ist KTM in den letzten Jahren gut gefahren: 2014 war mit fast 160.000 verkauften Fahrzeugen das beste Jahr in der Firmengeschichte. Auch das erste Quartal 2015 war phänomenal und 27 % besser als der gleiche Zeitraum im Vorjahr.


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Die Mattighofener können es sich deshalb auch leisten, seit der ersten Ankündigung 2007 am Zuschussgeschäft Elektroantrieb zu laborieren.

E-Motoren und -Fahrzeuge sollen aber langfristig das zweite KTM-Standbein werden; seit letztes Jahr sind nun die ersten Sport-E-Bikes fürs Gelände auf dem Markt. Verkauft wurden bisher homöopathische Dosen.

Ab Mai 2015 kommt nun die Straßenversion KTM Freeride E-SM dazu.

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Aufsitzen, Strom einschalten: Über dem massiven Akku-Block mit 360 Lithium-Ion-Zellen und 2,6 Kilowattstunden blinkt das Steuerdisplay, das den Ladezustand anzeigt. Hier wird auch einer der drei Fahrmodi Economy, Standard oder Advanced angewählt. Mit Economy ist die Fahrleistung auf maximal 55 km/h begrenzt; im Advanced-Modus ist die Freeride auf maximale Beschleunigung und eine Höchstgeschwindigkeit von über 90 km/h getrimmt.

Beim Anfahren tritt man zunächst ins Leere: Die Freeride E-SM hat weder Schalthebel noch Bremspedal; statt des Kupplungshebels ist am linken Lenkerende der Griff für die Hinterradbremse montiert. Beide Bremsen greifen gut – und sind dringend nötig: Der wassergekühlte Elektromotor leistet in der Spitze 16 kW und hat aus dem Stand ein Drehmoment von 42 Newtonmeter. Mit anderen Worten: Die E-SM surrt und kesselt bei lediglich 111 Kilo Gewicht los wie Schmidts Katze.

Das Bike ist dabei schmal gebaut, unglaublich handlich und schlängelt sich wie eine Schlange durch die Kolonnen im Stadtverkehr. Im ersten Moment hat man den Eindruck, als sei es vollständig aus ultraleichten Mountainbike-Teilen montiert, doch das Verbund-Fahrwerk aus Chrom-Molybdän, verschraubten Alu-Profilen und einem Heck aus glasfaserverstärktem Polyamid ist ebenso wie die WP-Federgabel exzellente KTM-Qualität und absolut hochwertig verarbeitet.

Genauso hochwertig ist auch der Fahrspaß. Die Beschleunigung an der Ampel: überragend. Wheeliegefahr: hoch. Und das schöne dabei: Der Sympathiefaktor liegt noch höher, denn einem Elektrofahrzeug fliegen die Herzen und Blicke zu.

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Wie üblich bei auf Gewicht getrimmten E-Bikes hält die Fahrfreude mit der elektrifizierten Freeride nicht lange vor: Nach spätestens einer Stunde oder schätzungsweise 55 Kilometern rutscht der Ladezustand in den roten Bereich und die E-SM muss für mindestens 60 Minuten ans Netz.

KTM hat aus Platz- und Gewichtsgründen das Ladegerät nicht in das Fahrzeug eingebaut – entweder man also nach der Maximaldistanz wieder beim externen Ladegerät, oder man schiebt. Das ist – gelinde gesagt – gewöhnungsbedürftig.

Für Joachim Sauer ist die Kurzstrecke kein Problem: „Als wir die Freeride-Paket geschnürt haben, stand der reine Nutzwert nicht im Zentrum der Überlegungen. Wir sehen das Fahrzeug eher in der Hand von Enthusiasten, die das Besondere als Zweitfahrzeug suchen.“

Für die „Toys for Boys“ ruft KTM einen ordentlichen Preis auf: Die Freeride E-SM kostet 11.595,00 Euro; ein zusätzlicher Akku-Block zum schnellen Wechsel schlägt mit weiteren 3.205,00 Euro zu Buche.

Vielleicht tröstet es da, dass man die Maschine in Deutschland bereits ab 16 Jahren fahren darf; mit der formellen Dauerleistung von 11 kW (15 PS) fällt die KTM Freeride E zulassungs- und versicherungstechnisch in die Führerscheinklasse A1.

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Mit einen kleinen Trick - und einer weiteren Prise  Kleingeld - kann man aus der Freeride E-SM zusätzlichen Nutzwert und vor allem Spaß herauskitzeln.

Das Fahrzeug wird serienmäßig mit einem 17 Zoll-Vorderrad und Straßenbereifung ausgeliefert.

Bestellt man bei der Unterschrift des Kaufvertrags zwei weitere Felgen - 21 Zoll vorne, 18 Zoll hinten – mit entsprechender Stollenbereifung mit, bekommt man quasi eine Leicht-Enduro fürs Gelände gratis.

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Hersteller: KTM
Typ: Freeride E-SM
Karosserie: Motorrad
Motor: elektrischer Permanent-Synchronmotor
Leistung (E-Motor): 16 kW / 22 PS
Drehmoment (E-Motor): 42 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h
Gewicht: 111 kg
Preis 11.595,00 EUR


Ausrüstung:
Jacke:  Polo, uralt
Stiefel: Daytona  Travel Star GTX
Hose: Dainese D1 Pred
Helm: Bell Bullit TT

Der Test des Fahrzeugs kam durch freundliche Unterstützung der Firma KTM zustande. Auf die Wertung hat dies keinen Einfluss.

Stand: Mai 2015

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